Spanien - Reisebericht - Teil 3

  Wieder in Spanien

02.07.2007                                                                 Tag 50
Tourverlauf:  Autobahn Algarve-Sevilla- Ronda
KM:   488

Die Autobahnfahrt Algarve- Sevilla ohne Probleme und dann in Sevilla wieder mehrmals verfahren und die Hitze tat ihr Übriges. Dann noch laufend Stau in Sevilla. Habe 2 Stunden verloren, bis ich endlich die richtige Ausfahrt nach Ronda hatte. 60 km vor Ronda eine super Landschaft .  Nur leider bauen die Spanier zu wenig Haltepunkte. Hätte zu gerne mehr Bilder geschossen. Andalusien wie es im Buche steht. Abwechselnd Sonnenblumenfelder so weit das Auge reicht, dann Kornfelder und Olivenplantagen in einer hügeligen Landschaft übergehend in Bergformationen vor Ronda. Immer wieder kleine Dörfer, alle Häuser weiß und in Hanglage an den Felsen. Pferde und Rinderherden in freier Landschaft. Durch Ronda bereits durchgefahren, aber das schöne dieser Stadt dabei noch nicht entdeckt.
                                                

03.07.2007                                                                 Tag 51
Tourverlauf:Ronda-366-quer durch die Berge Andalusien-Alora-Anternera-Autobahn Granada
KM:    263

Vormittag Stadtrundgang Ronda. Entgegen meiner gestrigen Vermutungen hat Ronda wirklich Flair und ist zu Fuß erkundet voller architektonischer Überraschungen.   Vor allem die sich an den Felsen schmiegenden weißen Häuserzeilen und die monumentale Steinbrücke in der Altstadt, nicht zu vergessen die Stierkampfarena. Der Blick von der Felsplatte im Park in die Ronda umfassende Bergkulisse morgens um sieben Uhr ließ den Fotoapparat glühen.                                                    
                                                   
Die Fahrt durch die andalusischen Berge war landschaftlich einer der schönsten Abschnitte der bisherigen Tour 2007. In einem besonderen Bergabschnitt traf ich Testfahrer der großen deutschen Autokonzerne bei Filmaufnahmen. Vertreten waren die tollen „Rennschlitten“ von AUDI, VW; PORSCHE, BMW in schicken Farben.

Nachdem ich eine Weile den vorbeirauschenden Sportwagen und gleich dahinter fahrendem Kameraauto zugeschaut hatte, kam mir die Idee meine Selbstkonstruktion “Stativ auf fahrendes Motorrad“ zu befestigen und die Landschaft während der Fahrt zu filmen.
Es war dann doch sehr wacklig und nicht ungefährlich gleichzeitig zu fahren und zu filmen.

Da der Tag sehr heiß war, viel Wasserverbrauch, war ich froh nach all den Kurven eine Wasserstelle gefunden zu haben, denn das in der Flasche mitgenommene Wasser war inzwischen heiß. Die Bergstraßen hatten viel Zeit gekostet, deshalb bis Granada Autobahn und Zeltplatz mit GPS angesteuert.
             

04.07.2007                                                                  Tag 52
Tourverlauf:
In Granada die Suche der Straße in die Sierra Nevada erfolglos. Deshalb mit GPS nach Alhambra und dort nur eine kleine Fotorunde um die Anlage.     Granada-Alhambra          
                                                                                                                                       
Dann direkt die Straße in die Sierra bis zum höchsten Berg. 2500 m „ PIKO VELETA“- Retour Granada, da der Weg nicht weiter ging- südlich auf 338-323- Motril -Zeltplatz am Mittelmeer. Ca. 30 km östlich von NERJA.
KM:   280

Passstrasse zum PICO VELETA schöne lange Kurven und am Schluss auch enge, langsam zu fahrende Passagen.

Zurück nach Granada und Suche der Ausfahrt in Richtung Süden erwies sich trotz GPS als sehr schwierig. Morgen will ich noch mal eine auf der Karte grün gekennzeichnete Straße der Nevada abfahren und dann nur noch Küstenstraßen bis Fährhafen Denia, zur Überfahrt nach IBIZA.

05.07.2007                                                                 Tag 53
Tourverlauf: Motril-Küstenstrasse-Albunol-Orival-(nördlich in die Nevada)-östlich Nevada- Delies- Almeria- Zelt in El Capode
KM:   284

Die Küstenstraße mit ihren lang gezogenen Kurven ist sehr gut zu befahren und bietet schöne Ausblicke auf das Meer und die Berge. Dann erste Strecke nördlich in die Sierra Nevada.

Sehr gut befahrbare Straßen, plötzlich Baustelle. 30-40 km Schotter mit üblen Rüttelstrecken längs und quer. Teilweise schlecht zu befahren und bei der Hitze sehr anstrengend, dann wieder Asphalt und bis Almera durchgefahren. Wieder einmal schlecht beschilderten Campingplatz nicht gefunden und in El Capode gelandet.

06.07.2007                                                                 Tag 54
Tourverlauf: Km machen – nur Autobahn bis Fährhafen Denia
KM:   421

Autobahn, um schnell nach Denia zu kommen.
 

07.07.2007                                                                 Tag 55
Tourverlauf: Fähre von Denia – Eivissa- Santa Eularia des Rin- Es Canar
KM:----------

Schnellfähre war im wahrsten Sinne des Wortes zum „Kotzen“. 8 Uhr Abfahrt. 10.30 Uhr Ankunft
Zweieinhalb Stunden abwarten, dass auch ich nicht die „Seekrankheit“, wie viele Passagiere neben und vor mir, bekomme.
Noch im Hafen kauften alle in froher Reiseerwartung Essen und Trinken. Das Personal hatte mit dem Verkauf kräftig zu tun. Kaum aus dem Hafen schlingerte die Fähre hoch, runter und leider auch quer hin und her, trotz ruhiger See und nur durch die Eigengeschwindigkeit des Schiffes. Ab nun hatte das Personal nur noch damit zu tun „ Tüten“ zu verteilen. Ich musste mich darauf konzentrieren, immer einen Punkt anzuvisieren, um nicht dauernd die sich            „Erbrechenden“ zu sehen. War ein wenig stolz darauf, es bis IBIZA ohne „ Eigengurgeln“ geschafft zu haben.

Brütende Hitze empfing mich in Ibiza und es fiel schwer die Motorradjacke anzuziehen. Die Insel hat es mir sofort wieder angetan. Lage Zeltplatz oberhalb Santa Eularia in Es Canar direkt am Meer und das Zeltplatzcafe hat Internetzugang frei. Nicht nur langhaarige Männer (aber auch) surfen mit ihren Laptops im „World Wide Web“, neben sich kühle Drinks. Vom „armen Studenten“ im kleinen Einmann- Zelt bis in die Jahre gekommenen „60- Jahre Hippie“ und dem „Normalo- Urlauber“, ein gemischtes Publikum nach meinem Geschmack.
Als ich mir vor mehreren Jahren meinen langen Haarschopf  abschneiden ließ und der Frisör fragte, ob ich den „Pferdeschwanz“ als „Andenken“ mitnehmen möchte, lehnte ich dankend ab, nicht wissend, dass ich jetzt an diesem Platz „Artgerecht“ damit als -Gleicher unter Gleichen- herumstolzieren könnte!
Es Canar, der Ort des großen „Hippie Markt“ von Ibiza, hier halte ich wohl einige Tage aus.

8.7.2007                                                                              Tag 56
Tourverlauf: Waschtag
KM:   --------

Den ganzen Tag am Strand ist wohl nichts für mich. Morgen werde ich trotz Hitze „Insel erkunden“ und  einsame Buchten suchen.

9.7.2007                                        Tag  57 
KM:           80                        
                                                                   
Rundtour in Ibiza ohne Motorradklamotten und wie es der Zufall so will, kein wolkenloser Himmel, damit angenehmes Fahren. Zur Einstimmung am Morgen Cafe-Pause beim Bäcker im Ort. Die nette „blonde Dame“ am Bedientresen sprach Deutsch und ich bemerkte schnell an den Frühstücksgästen, hier ist „Deutschlandtreffen, Es Canar“. Dann Fahrt an die einzelnen Buchten- Sant Carles de Peralta-Sant Joan de Labritija-Portinax.
Die Anfahrt Portinax landschaftlich am schönsten auf Ibiza.
                                                                                                                                                                               
In der von Touristen beherrschten Stadt dann per Fußmarsch die bizarren Felsen erklettert und auch den Felsvorsprung entdeckt, auf den mein Sohn in waghalsiger Aktion, bei unserem Ibiza- Familienurlaub in den neunziger Jahren, gesprungen ist. Dabei sich keiner Sekunde dem Risiko bewusst, was passiert wäre bei Absturz. Es ging ca.20 Meter senkrecht in tobende Meeresgischt. Rettung wäre aussichtslos gewesen.

Mit diesen Erinnerungen verließ ich Portinax in Richtung Sant Miquel de Balansat, weiter nach Eularia des Riu. Bei vielen Ibiza- Sträßchen merkte ich, dass meine BMW GS 1100 etwas überdimensioniert für dieses kleine Eiland  und hier sicher nicht das Motorradeldorado schwerer Maschinen ist. Auf dieser übersichtlichen Insel sind die kleinen wendigen Mopeds besser angesagt oder Harley Davidson zum „ Schöntun“.
 
In Eularia mit seinem schönen Hafen und den Luxusschiffen sieht man dann, wofür Ibiza hauptsächlich steht.
  

10.7.2007                                                                                Tag 58
Tourverlauf: Buchten oberhalb Zeltplatz
KM:  35

      
Baden und Relaxen!

11.7.2007         Tag 59
Tourverlauf: Es Canar (Hippie-Markt)- Ibiza- Stadt (Hafen und Altstadt bis hoch zur Burg)
KM:    55

IBIZA-HEMD, weiß und schick gekauft. Tragen hier alle „braungebrannten Dauerurlauber“ und bei bisher fast 60 Tagen gehöre ich ja wohl langsam dazu?!
                                         

12.7.2007               Tag 60
Tourverlauf: Es Cana- Richtung San Antonio-Eivissa-Es Cana
KM:     90

Während in Portinax viel deutsch zu hören war, scheint San Antonio fest in englischer Hand und vorrangig von Jugend besucht. Partystadt schon am Tage.
                                    
Morgen noch Baden in einer der Buchten (Boix) und dann ab nach Palma. Habe in einem Pub in Antonio mal wieder 1 Pint STRONGBOWLE getrunken und ein wenig den schönen Erinnerungen an meine Englandtour 2003 nachgeträumt.
     
Resümee IBIZA: immer eine Reise wert, aber als Motorradfahrer zu schnell alles „erfahren“. Also vorrangig Baden, Sonnen und wohl doch Abfeiern?!
 
Mal sehen, ob die Natur von Mallorca was für den Motorradfahrer auf schwerem Gefährt bietet? Mein morgendlicher Gang zum Frühstück in  der deutschen Bäckerei ist schon zur Gewohnheit geworden. Nur noch die „richtige Geschäftsidee“ und einem längeren Aufenthalt in dieser Gegend stände nichts im Wege!

13.7.2007                     Tag 61
Tourverlauf: Es Canar- Cala de Boix
KM:   22

Badetag und mit der Cala de Boix eine schon vorher ausgeschaute Bucht gewählt und als erste Wahl empfunden.

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