Spanien - Reisebericht - Teil 2

22.06.2007                                                                         Tag 40
Tourverlauf: Toledo-La Puebla de Monatenban-Parc. National de Cabaneros-El Puente –Zelz in Jeraz ( Rundtour Extremadura )
KM:    452

Erster Teilabschnitt von Toledo zum Nationalpark sehr abwechslungsreich, bergig und schöne Aussichten. Die Fahrt zu den Seen erwies sich als sehr aufwändig, die Nebenstraßen in einem erbärmlichen Zustand ließen das Motorrad kräftig durchrütteln. Dann endlich den See gefunden und gute Bilder gemacht. Einsames Fahren auf den Nebenstraßen .Zeltplatzsuche bei der Hitze stressig, da ich wieder über 100 km nördlich fahren musste.
                

23.06.2007                                                                        Tag 41
Tourverlauf: von Nord nach Süd die Extremadura durchfahren. Autobahn von Planecica- Caceres-Merida
KM:   226

Meine Erwartungen in die Extremadura haben sich nicht ganz erfüllt. Hatte wohl auch falsche Vorstellungen von wüstenähnlichen Landstrichen. Ist nicht der Fall. Bergpanorama, Hügelebenen, wechseln mit Seenabschnitten und überall sind noch Bewuchs und Bäume. Werde mir morgen  die Römeranlagen in Merida ansehen. Plane weiter nach Sevilla und 2-3 Tage Portugal- Algarve. Hatte mir damals im Urlaub gut dort gefallen und ich liege in der Zeitschiene, da ich mehr für den Abschnitt Extremadura geplant hatte und glaube, dass es sich von der Natur nur noch mit dem, was ich bereits gesehen habe, wiederholen wird.
     

24.06.2007                                                                        Tag 42
Tourverlauf: Stadtbesichtigung Merida (Römeranlagen)
KM:        ------------------

Römeranlagen in Merida besichtigt. Sehenswert Colloseum und Theater.
Gestern Abend und heute Morgen langes Gespräch mit deutschem Fahrradfahrer aus Köln. Ist am 10.Mai 2007 in Köln gestartet und bereits über 3000 km gefahren. Bewundernswert. War bei der Bundeswehr und ist mit 58 in Rente geschickt, hat jetzt viel Zeit und nutzt diese, um auch immer wieder solche großen Touren zu fahren. Will noch bis in die Algarve zu seiner Nichte. Die besitzt dort einen Eigentumswohnungskomplex und er wird 3 Monate den „Hausmeister“ spielen. Wäre doch zeitweise auch für mich einmal eine Jobidee, die Urlaub -und Benzinkasse aufzufüllen?!
Meine damals in der Algarve gefundene „Geldschnecke“, die seit diesem Urlaub in meiner
Geldbörse liegt und bisher den „Füllstand“ in einem auszuhaltenden Stand aufrechterhalten hat, ist reichlich abgenutzt und vielleicht finde ich bei intensiver Strandsuche eine schöne neue, die diesen „Füllstand“ wieder garantiert und mir die Gewissheit gibt, solche Motorradreisen weiterhin machen zu können: Denn es führt kein Weg vorbei: Reisen kostet.
Heute Abend hat neben mir ein „kleines junges Holländermädchen“ ihr Zelt aufgeschlagen. Ist auch in Spanien mit dem Fahrrad unterwegs. Also dieser Gedanke des Allein - Reisens mit oder ohne „fahrbaren Untersatz“ ist gar nicht so selten.

25.06.2007                                                                Tag 43
Tourverlauf: Merida-Guarena-Alange-105-Palamas-Villafrancelos-Barros-Bibara des Fresno-Hornachos-Valencia-Bienvendida-Lierena-103-630-A66-Sevilla-Utrena-Dos Hermanas
KM:   474

Schöne Teilstrecken der Extremadura durchfahren. Berge, Seen, Staudamm, gute Bilder auch vom Bauernhof gemacht. Leider fuhr ich nur an einem Bauern vorbei, der auf einem Esel angeritten kam und das typische Spanienbild abgab. Hornachos- Teilanschluss 103 war 25 km Schotterpiste, die in Teilabschnitten heftig rüttelte. Dann plötzlich musste ich von der rechten Straßenseite auf die linke wechseln, weil sie gerade neuen Schotter aufschoben. Höhenunterschied 50 cm. Habe die Maschine runter bekommen, aber großen Respekt vor dieser Abfahrt gehabt. War dann doch froh, als die Rüttelpiste vorbei war und ich meine „ off the Road“- Tour  in der Extremadura ohne Sturz geschafft hatte. Die schöne Landschaft an dieser einsamen Strecke hatte jedenfalls was.
                      

26.06.2007                                                               Tag 44
Tourverlauf: Sevilla-Bollullos par del Coudada-Mazagon
KM:    143

Doch noch zur Stadtbesichtigung nach Sevilla gefahren . Bei der Suche nach dem Zentrum lief plötzlich ein aufgeregter Biker neben mir. Ich hielt an und er redete sofort ununterbrochen in einem explosionsartigen Redeschwall teils englisch, teils spanisch auf mich ein, wies auf die vielen Sticker auf seiner Weste und der Höhepunkt, die Tätowierungen auf seinem Rücken. Hat er in den USA machen lassen.Dann lud er mich zum Bikertreffen nach Faro ein. Europas größtes Bikertreffen hätte ich schon gerne besucht, aber der diesjährige Termin liegt leider nicht in meinem Tourplanungsablauf.
Sevilla war nicht besonders aufregend, soll auch mehr am Abend was los sein und ich war
auch zu kurz da, um es richtig zu beurteilen. Die Ausfahrt aus der Stadt war sehr einfach in Richtung Mazagon am Atlantic Ocean. Küstenstraße entlang führte durch schönen Nationalpark( Parque National Donana). Bin auf Zeltplatz Donana. Zu teuer, aber direkt am Meer gelegen und ein morgendliches Bad im Atlantic Ocean ja auch nicht zu verachten.       

27.06.2007                                                              Tag 45
Tourverlauf: Donada-Portugal- Algave-Olhao
KM:    160

Heute schon um sieben Uhr runter zum Meer und baden. Schöne Filmaufnahmen von den beginnenden gelben Felsen, wie sie ja dann in der Algarve sehr schön den Küstenstreifen verschönern. Zahlreiche Fischerboote auf dem Meer bei der Arbeit.

  
 Auf nach Portugal in die Algarve!

Algarve  ist erreicht. Nach der Bilddokumentation-„ ich bin dagewesen Foto“ – Grenze Spanien- Portugal, Pause zum lecker Fischessen und Anfahrt des Zeltplatzes Olhao.

28.06.2007                                                               Tag 46
Tourverlauf: Olhao-Faro- Abstecher nach Loule zum Tanken -Albufaira-Armacao de Pera.
KM:    98

Urlaubsort der Erinnerungen aufgesucht. War mit meiner Frau 2003 bereits hier und habe nach Zeltaufbau das damalige Hotel gesucht. In Motorradstiefeln dann ca. 5 km gelaufen bis plötzlich ein Hotel mit dem Namen VIKING auftauchte. Ab dann war mir wieder alles bekannt. Das Hotel, die Autovermietung und die kleine Kirche auf dem Felsenvorsprung. Habe im Restaurant neben der Kirche Sardinen gegessen und bin dann immer am Klippenweg zurück zur Stadt. Schöne Film- und Fotoaufnahmen von Möwenkindern, die noch nicht fliegen konnten und den Algarvefelsen gemacht.           
                                                 
Morgen ist BADETAG. Will mir eine neue „ GELDSCHNECKE“ für meine Geldbörse suchen.
                 
29.06.2007                                                               Tag 47
Tourverlauf:      ALGARVE-BADETAG
KM:          ----------------------------

Gut Fisch am Strand gegessen und 0,5 l Sangria hat mich bei der Hitze fast umgehauen!

30.06.2007                                                                Tag 48
Tourverlauf: Armacao de Pera-Portimao-Lagos-Sagres-Innentour Algarve-Aljetzur-Monchique-Portinao-Retour Lagos-Zelt in Salerna
KM:   264

Nur kurzer Halt in Lagos für einige Fotos.                                     
Sehr windige Fahrt zum Endpunkt Europas. Figuera-Sagres-Ponta de Sagres-Gabo de Sao.
Dann Innentour in die Algarve nachVila de Bispo-Aljezur-Serra de Monchique-Portimao-Lagos-Salema.                                                                                                                                
Pausenstopp neben einem Bauern, der sich für einen Euro als „Fotomodell“ für die Urlauber positionierte. Meiner Bitte sich mit dem Esel neben meinem Motorrad fotografieren zu lassen kam er nach. Leider störten die Mülltonnen im Hintergrund und mein „kitschiges Portugalbild“ war dann nicht so vollkommen.

Die Landschaft im Küstenhinterland leichtes auf und ab und mit dem Motorrad gut zu befahren.

 

01.07.2007                                                                 Tag 49
Tourverlauf:           WASCHTAG und STRAND
KM:       ----------------------------

Kurz Waschtag und dann 15 Minutenmarsch zum Strand. Sehr tolle Wellen, die am späten Nachmittag den Strand überspülten. Felsformationen in vielen Farben. Erst Gelb, dann Weiß, Rot, Braun und Schwarz.

Weiter zum nächsten Teil des Reiseberichtes 
                                                    
                                 
                                          


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