Jakobsweg 2011, Caminho Portugues, Tag 1

           18.05.2011- 08.06.2011    Caminho Portugues

    von Porto (Portugal) nach Santiago de Compostela und weiter nach Fisterra


Tag 1: 18.05.2011 Anreise

Nach der langen Pilgertour im letzten Jahr habe ich mir bei der Ankunft in Santiago, auf der Steinbank vor der Kathedrale sitzend, gesagt:„Das war`s, Du hast es geschafft und diese Pilgerreise wird voller positiver Erinnerungen bleiben, aber auch einmalig sein.“
Warum stehe ich also heute hier im Flughafen-Terminal von Porto, meinen schweren Pilgerrucksack auf dem Rücken und erneut den 1-€uro-Strohhut aus Logrono auf dem Kopf?
Also doch, mich hat das Pilgervirus erwischt und auch 2011 mache ich mich zu Fuß auf den Weg nach Santiago de Compostela.

Der geplante Weg ist in diesem Jahr nicht so lang. Von Porto nach Santiago de Compostela sind es 235 km und schaffe ich diese, beabsichtige ich  auch noch den Weg weiter bis nach Kap  Finisterre, das „Ende der alten Welt“ der Pilger aus dem Mittelalter, zu wandern. Dieser Weg soll landschaftlich sehr schön sein und ist so ca. 100 km lang.
Der Pilgerweg Caminho Portugues ist laut meiner Internet-Recherchen neben dem Camino Frances von Saint Jean Pied de Port nach Santiago de Compostela, einer der wichtigsten Pilgerwege Europas und besonders auch unter deutschen Pilgern beliebt. So erhoffe ich mir auch auf dieser Pilgerreise viele positive Begegnungen mit Gleichgesinnten.

Die 36-stündige Zugfahrt von Santiago wieder bis nach Hause im vergangenen Jahr war mir noch allzu gut in negativer Erinnerung.
Dieses Mal leiste ich mir eine bequemere Anreise und habe sehr preisgünstig eine Flugverbindung von Rostock-Laage nach Mallorca und dann weiter mit der NIKI LAUDA AIRLINE bis Porto gebucht.
10.45 Uhr gestartet verlasse  ich nun um 15.30 Uhr das Flughafen-Gebäude auf der Suche nach einer Bus- oder S-Bahnverbindung in das Zentrum von Porto. Für zwei Nächte will ich erst einmal in einem Hotel nächtigen und mir die Stadt erwandern. Porto, die Kulturhauptstadt, soll historisch sehr interessant sein und das eine oder andere Glas Portwein wird sicher auch nicht verachtet!                                                                 

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                         Ich stehe auf dem Busbahnhof und studiere den Busfahrplan bzw. schaue mich nach dem Weg zu den S-Bahngleisen um, da kommt ein, unschwer auch als Pilger  zu erkennender vollbärtiger  Mann, an mir vorbei, ohne mich auch nur eines Blickes zu würdigen. Was ich jetzt noch nicht weiß, es ist Thomas aus Berlin, der zusammen mit seiner Frau Gabriele auch den Pilgerweg von Porto nach Santiago gehen will. Wir treffen später noch oft zusammen und sehen uns immer wieder unterwegs bis Santiago, zum Kap Finisterre und dann auch zur gemeinsamen Abreise vom Flughafen Santiago nach Mallorca, beide von dort weiter nach Berlin und ich wieder nach Mecklenburg zurück. 

                                             

 

 

 

 

 

Die S- Bahnverbindung bis in das Zentrum der Stadt erwies sich als optimal und das Hotel war schnell gefunden, nachdem ich mir in einer Touristeninformation den Weg habe beschreiben lassen.
In einer Nebengasse am Rand eines großen zentralen Platzes gelegen bot dieses Hotel ideale Voraussetzung als Ausgangspunkt für die historische Stadtbesichtigung.
 


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